Notrufnummern: Welche Sie wählen und was Sie sagen sollten
Im Notfall verliert man Sekunden mit der Frage, welche Nummer man wählen soll. Unter den Notrufnummern gibt es keine falsche Wahl: Sie leiten Anrufe untereinander weiter. Aber mit der richtigen Nummer sparen Sie Zeit.
Die Nummer, die Sie sich merken sollten: 112
Die 112 ist die europäische Notrufnummer. Sie funktioniert in allen Ländern der Europäischen Union, kostenlos, vom Festnetz wie vom Handy, auch ohne Guthaben und bei gesperrtem Telefon. Auch außerhalb Europas leiten viele Mobiltelefone die 112 an die örtlichen Rettungskräfte weiter. Wenn Sie sich nur eine Nummer merken, dann diese.
Lernen Sie den Notruf Ihres Landes kennen
Lernen Sie außerdem die Notrufnummer Ihres Landes und schreiben Sie sich die Nummern der verschiedenen Rettungsdienste auf. Diese Arten von Hilfe sollten Sie kennen:
- Medizinischer Notfall: Unwohlsein, Schmerzen in der Brust, Bewusstlosigkeit, schwere Verletzung.
- Polizei: ein Angriff, ein laufender Diebstahl, eine Drohung, eine Person in Gefahr.
- Feuerwehr: ein Brand, ein Unfall, eine eingeklemmte oder verletzte Person.
In manchen Ländern sind die Rettungskräfte auch per SMS oder über eine App erreichbar, zum Beispiel für gehörlose oder schwerhörige Menschen und für alle, die nicht sprechen können, weil es gefährlich wäre. Informieren Sie sich schon heute, wie das in Ihrem Land funktioniert.
Was Sie sagen sollten
- Wo Sie sind: Stadt, Straße, Hausnummer, ein gut sichtbarer Orientierungspunkt. Das ist das Erste, was die Rettungskräfte brauchen.
- Was passiert ist, in einem Satz.
- Wie viele Personen betroffen sind und in welchem Zustand.
- Ihre Telefonnummer, damit man Sie zurückrufen kann.
Danach legen Sie nicht als Erste oder Erster auf: Das Gespräch beendet die Leitstelle, wenn sie alles hat, was sie braucht. Sie kann Ihnen auch sagen, was Sie in der Zwischenzeit tun sollen.
Wenn Sie nicht sprechen können
Jemand hält Sie fest, Sie sind versteckt oder Sie bringen kein Wort mehr heraus: Schreiben Sie, wenn Ihr Land das anbietet, eine SMS oder nutzen Sie eine Notruf-App. Schreiben Sie in kurzen Sätzen, wo Sie sind und was passiert. Ist selbst Schreiben unmöglich, kann ein offen gelassener Anruf bei der 112 den Rettungskräften manchmal erlauben, mitzuhören, was geschieht.
Das Telefon schon heute vorbereiten
- Füllen Sie die Notfallkarte Ihres Telefons aus (Blutgruppe, Allergien, Medikamente, Kontaktperson): Sie ist lesbar, ohne den Bildschirm zu entsperren.
- Lernen Sie die Notruf-Geste Ihres Telefons, die auch vom gesperrten Bildschirm aus funktioniert.
- Zeigen Sie diese Nummern Ihren Kindern und Ihren älteren Eltern und lassen Sie sie wiederholen.
Weitere Ratgeber
Siebenmal auf die Einschalttaste drücken, das Telefon bleibt in der Tasche: Ihre Vertrauenspersonen erhalten Ihren Standort, Fotos und während des gesamten Alarms den Ton, und mit einem Fingertipp rufen sie die Rettungskräfte. SOSBY entdecken